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Posaunenchor KlosterBlech

Lobet den Herrn mit Posaunen! (Psalm 150,3)
- Musizieren zum Lobe Gottes und den Menschen zur Freude -

Kurze Darstellung des Posaunenchorwesens in Himmelkron und Lanzendorf:
Sicher reichen die Wurzeln der Posaunenchöre bis Jericho und Jerusalem zurück. Wir wollen  uns mit der Tatsache begnügen, dass 1865 in Neuendettelsau der erste Posaunenchor Bayerns entstand. 1892 wurden die Himmelkroner Heime gegründet und an das Diakoniewerk Neuendettelsau angeschlossen. So ist es kein Zufall, dass über Bäcker und Diakone, die nach Himmelkron versetzt wurden, auch das Posaunenchorwesen bei uns Einzug hielt und wir zu den ältesten Posaunenchören im weiten Umkreis gehören.

Unsere von Wolfgang Schoberth so vorbildlich gestaltete Chronik berichtet, dass im Jahr 1907 ein erster Posaunenchor gegründet wurde, der acht Jahre bestand, aber durch die Folgen des 1.Weltkriegs aufgelöst werden musste.

Im Jahr 1929 kam es zur Gründung eines zweiten Posaunenchores durch Bruder Georg Weber. Ein stattlicher Chor konnte 1939 sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Kurz nach den Feierlichkeiten brach der 2.Weltkrieg aus und setzte auch diesem Chor ein vorläufiges Ende. Nur wenige Bläser konnten in die Heimat zurückkehren und einstimmig mit der Orgel den Gemeindegesang begleiten. Es ist bewegend, in der Chronik nachzulesen, mit welcher inneren Stärke unsere Posaunen- chorvorgänger ihr hartes Schicksal angingen.

Nach dem Krieg wurde die PC-Arbeit durch Bruder Hans Kohl  intensiv erneuert. Der Chor erlangte - auch durch die Lanzendorfer Bläser - eine solche Stärke und Qualität, dass z.B. 1953  zwei Teilchöre  bei den Konfirmationen in Streitau und Marktschorgast im Einsatz waren. In der Chronik ist auch nachzulesen, dass der Posaunenchor  abwechselnd in Himmelkroner und Lanzendorfer Festgottesdiensten mitwirkte.

1962 schreibt Chronist Wolfgang Schoberth: “Wegen der Gründung eines eigenen Posaunenchors in Lanzendorf verlassen die treuen und einsatzfreudigen Bläser Karl Hör, Adolf Hör, Theo Hör und Herbert Jahreis den Himmelkroner Posaunenchor. Ein herber Verlust für uns.“ Die Himmelkroner konnten in der Folgezeit noch einige Jubiläen feiern. 1999 bestand der zweite Posaunenchor 70 Jahre. Wegzüge und Todesfälle konnte der damalige Chorleiter Hans-Martin Jungmeier auch mit einer intensiven Nachwuchsschulung nicht ausgleichen. Im Jahr 2001 wurde der Himmelkroner Posaunenchor aufgelöst. Hans-Martin Jungmeier wurde im Himmelfahrtsgottesdienst als Chorleiter verabschiedet.

Nun dauerte es fast 10 Jahre bis zu einem zaghaften Neubeginn. Nach einem großen Vereinsabend im Gasthof Opel am 6. Mai 2010 verabredeten sich Rainer Henke, Dieter Hornfeck und Klaus Schoberth zu einem gelegentlichen Bläsertrio im GramppHaus. Beim Lebendigen Adventskalender im Dezember 2011 wollte man die Hobbybrauer nicht allein lassen und spielte mit Lanzendorfer Unterstützung adventliche Weisen. Es blieb bei diesem einmaligen Auftritt, bis Hans-Martin Jungmeier nach dem Ostergottesdienst 2012 seine Rückkehr nach Himmelkron ankündigte.

Nun waren wir schon zu viert und konnten vierstimmige Stücke proben. Hans-Martin als alter Chorleiter kümmerte sich nun engagiert um den Fortbestand der Bläsergruppe und besorgte vor allem aktuelles Notenmaterial. Zum ersten Einsatz am Erntedankfestgottesdienst konnten Dr. Anette Mytzka und Melchior Krug gewonnen werden.

Von Pfarrerin Almut Weisensee wurde H-M.Jungmeier in der Zwischenzeit als Chorleiter für Lanzendorf und als Nachfolger von Adolf Hör angeworben. Im Gegenzug stießen die Lanzendorfer Bläser Reinhold Lauterbach, Helmut Hanke und Reinhard Jahreis zur neuen Himmelkroner Gruppe und proben nun am Montag in Lanzendorf und am Mittwoch in Himmelkron. Mit Freude können wir feststellen, dass die starke Verbundenheit in der Posaunenchorarbeit aus den Anfangsjahren auch heute noch in Himmelkron und Lanzendorf Früchte trägt.

 
Klosterblech Himmelkron 2013 Posaunenchor Lanzendorf Ostern 2014

Seit Februar 2013 ist der Himmelkroner Posaunenchor wieder Mitglied im Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern e.V. (VEP) und trägt den Zusatznamen “KlosterBlech“.

Im Jahr 2013 hat KlosterBlech 42 Proben und 14 Einsätze absolviert. Am 20. Januar 2014 trafen sich der Himmelkroner und der Lanzendorfer Posaunenchor zu einer Vollversammlung im Lanzendorfer Gemeindehaus. Auf Anregung von Chorleiter Jungmeier sollte im Beisein von Pfarrerin Almut Weisensee, Pfarrer Michael Krug und Dekanatskantorin Evamaria Peter über die Zukunft der Posaunenchorarbeit in beiden Gemeinden und eine mögliche Zusammenarbeit gesprochen werden. Die Anwesenden sprachen sich gegen eine Fusion beider Chöre, aber für eine enge Zusammenarbeit und gemeinsame Auftritte aus.

Pfarrerin Weisensee skizzierte an der Flipchart ein Ellipsenmodell mit zwei Brennpunkten (s. Schaubild). In getrennten Versammlungen sollten beide Chöre nun über die künftige Zusammenarbeit beraten. Beide Chöre stimmten dem Kooperationsmodell geschlossen  zu. In Himmelkron wurde im Beisein von Pfarrer Krug auch die Unterschiedlichkeit beider Chöre analysiert: In Lanzendorf ein 50-jähriger Traditionschor mit kirchlichem und gemeindlichem Schwerpunkt, in Himmelkron eine Neugründung mit versierten Bläsern, die an die Tradition anknüpfen und ihr Standbein in kirchlichen Einsätzen sehen.

Daneben (Spielbein) besteht aber auch eine musikalische Experimentierfreudigkeit, die “den Menschen zur Freude“ dienen soll. KlosterBlech ist und bleibt der Posaunenchor der Kirchengemeinde Himmelkron, versteht sich aber auch als “demokratischer Projektchor“ und als “musikalische Arbeitsgemeinschaft“.

Um das große Kooperationsvorhaben bewältigen zu können und die Chorleitung zu entlasten, gab es eine Neuverteilung der Aufgaben: Hans-Martin Jungmeier ist mit Dienstvertrag Lanzendorfer Posaunenchorleiter und übernimmt die Gesamtleitung bei Auftritten beider Chöre. Dr. Anette Mytzka übernimmt mit Unterstützung von Klaus Schoberth und Rainer Henke die Leitung des Himmelkroner Posaunenchors KlosterBlech.

Dieter Hornfeck